Aufsteigende Feuchtigkeit
Von aufsteigender Feuchtigkeit spricht man, wenn das Mauerwerk Feuchtigkeit aufsaugt, die sich dann mehr und mehr ausbreitet. Ursachen sind fehlende Horizontal- (Mauerabsperr-) oder Außensperrschichten. Das Wasser dringt so ungehindert – durch Kapillareinwirkung – ins Mauerwerk. Durch eine Horizontalsperre im drucklosen Injektionsverfahren mit MEM Trockene Wand wird eine wasserdichte Sperrschicht gebildet, die verhindert, dass Feuchtigkeit im Mauerwerk aufsteigt.
Sanierung
Das hier gezeigte Verfahren dient dazu, eine Sperrschicht gegen die aufsteigende Feuchtigkeit aufzubauen. Die Sanierflüssigkeit sickert durch die zuvor gesetzten Bohrlöcher in das Mauerwerk und wird infolge der Kapillarwirkung fein verteilt. Mit dem Aushärten entsteht eine durchgehende, waagerechte Sperrschicht. Enthaltene Glasfasern festigen das Mauerwerk und helfen erneute Rissbildung zu vermeiden.
Sie brauchen:
MEM Trockene Wand, MEM Bohrloch-Schlämme,
MEM Injektions-Trichter
Werkzeug:
Stahlbürste, Putzwerkzeug, Zollstock, Bleistift, Bohrmaschine,
10-12 mm-Bohrer, Glättkelle
Verbrauch:
MEM Trockene Wand je nach Saugfähigkeit ca. 5 - 6 l/lfm
MEM Bohrloch-Schlämme ca. 2 kg/lfm
MEM Injektions-Trichter ca. 20 St./lfm
1. Alte Anstriche, lose Putzteile, Schmutz, Staub etc. entfernen (siehe Abb. A).
2. Ca. 10 cm über dem Boden die erste Bohrlochreihe anbringen, in einem Lochabstand von nicht mehr als 10 cm. Eine zweite Lochreihe, mittig versetzt zur ersten, maximal 5-6 cm darüber bohren. Bei angegriffenen Wandecken auf beiden Seiten doppelreihig die Bohrungen senkrecht nach oben weiterführen (siehe Abb. B). Bohrloch-Ø: 10-12 mm, Bohrtiefe: 2/3 der Mauerstärke.
3. Bohrlöcher mit Staubsaugerdüse reinigen. MEM Injektions-Trichter einsetzen und mit MEM Trockene Wand füllen.
4. MEM Trockene Wand laufend nachgießen, bis die Wand keine Flüssigkeit mehr aufnimmt. Das kann je nach Mauerstärke 6 bis 14 Tage dauern (siehe Abb. C/D).
5. Zum Verschließen der Bohrlöcher mit MEM Bohrloch-Schlämme, der Sanierflüssigkeit MEM Trockene Wand und Wasser eine Mischung mittlerer Konsistenz anrühren. Ein Verfülltrichter liegt dem Gebinde MEM Bohrloch-Schlämme bei. Bevor Sie die Schlämme in die MEM Verfülltrichter füllen, schneiden Sie (wie bei einer Spritzkartusche) etwa 3 bis 5 cm der Trichterspitze ab (siehe Abb. E). Danach drücken Sie mit einem Stab die Schlämme in die Bohrlöcher, bis diese gefüllt sind. Mit einem Spachtel die ausgetretenen Schlämme zurückdrücken und glatt streichen (siehe Abb. F).
Normales Mauerwerk
Loch schräg nach unten in das Mauerwerk bohren, etwa im Winkel von 35°.
Hohlblocksteine
Vor der eigentlichen Sanierung die Hohlkammern anbohren und mit MEM Bohrloch-Schlämme verfüllen. Die Abbindezeit kann je nach Stärke und Beschaffenheit der Mauer einige Tage betragen. Soll danach eine Horizontalsperre mit MEM Trockene Wand errichtet werden, so ist die MEM Bohrloch- Schlämme nur mit Wasser anzurühren.
Natursteinmauerwerk
Bei einem Natursteinmauerwerk aus Granit oder ähnlich dichtem Material müssen die Bohrlöcher in die Fugen gesetzt werden, da die Feuchtigkeit in den Fugen aufsteigt. Natursteine sind wasserundurchlässig.
1. Vor der Isolierung müssen schadhafte Stellen wie offene Fugen, Löcher, Risse etc. mit MEM Bohrloch-Schlämme verschlossen werden.
2. Üblicherweise reichen 2 Bohrlochreihen. Ist der Feuchtigkeitsschaden in einem größeren Umfang, sollten 3 Reihen gesetzt werden, damit die Nässe nicht neben der sanierten Fläche aufsteigen kann. Es muss zu beiden Seiten etwa 30 bis 50 cm über die Schadenszone hinaus injiziert werden.